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Tja, also Typhoon, das klingt ja irgendwie... nach was klingt das den jetzt eigentlich ? Na ja, auf jeden Fall nach Wind. Dabei ist der Wind gar nicht das schlimmste.
Der ist zwar richtig stark, bis zu 300 km/h, aber es ist "nur" ein einfacher Sturm, nicht zu vergleichen mit den Windhosen in Nordamerika, die ja ein Feld der Zerstörung hinterlassen und alles wegsaugen, was ihnen in den Weg kommt. So war 'Herb' nicht. Das was all die Menschenleben gekostet hat war nicht der Wind sondern das Wasser und damit die
Überschwemmungen. Fast alle der Toten, 19 und 23
Vermisste (natürlich auch tot) sind ertrunken. Die Regenfälle sind in den Tagen des Typhoon teilweise so ergiebig,
wie in Deutschland in einem ganzen Jahr! Zusätzlich drückt der Wind das Meer von der Ostküste in die Flüsse, mit der Folge einer (für einen Europäer) unvorstellbaren Überschwemmung, selbst in Taipei, das ja im Landesinneren liegt. Ich hab den Donnerstagabend mit zugucken verbracht: Hab mich auf die Eingangsstufen unseres Firmengebäudes gesetzt und dem Wind und dem Regen zugesehen. Es gibt nur eine Beschreibung dafür: Beeindruckend! Auf dem Nachbargrundstück stand ein Bauzaun aus Blech... jetzt nicht mehr. Überall in der Stadt sind ganze Alleen wie die Streichhölzer umgeknickt. Aber vor dem Wind kann man sich schützen, vor dem Wasser nicht. Ach ja, bis vorgestern (10.8.96) waren einige Teile von Taipei immer noch von der Wasserversorgung abgeschnitten, die betroffenen Angestellten und deren Familien sind dann halt zum Duschen und Waschen in die Firma gekommen, man hat sich hier mit solchen Sachen abgefunden und
angepasst.
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